Beschreibung von Marienburg |
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Marienburg, rumänisch Feldioara, ungarisch Földvar, ist ein langgestrecktes Straßendorf am Alt, an der nördlichen Grenze des Burzenlandes zum Szeklerland. Der Ort liegt auf demselben Breitengrad (45,49° N) wie Mailand und Venedig, auf einem 25 m hohen Ausläufer der Vorkarpaten, 500 m ü. M. |
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1280 wird innerhalb der Burgmauern die Kirche errichtet, 1438, nach der Zerstörung durch Türkeneinfälle, wieder aufgebaut, 1840 und 1979/80 repariert. |
Bild: Udo Buhn, 2006 |
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Die Bevölkerung geht von 158 Hauswirten im Jahr 1526 durch Pestepidemien und Kriegsverheerungen auf 41 Hauswirte und 13 deutsche Siedler im Jahr 1672 zurück. 1698 werden erstmalig in den Kontributionslisten 21 zugewanderte Wallachen erwähnt. 1791 werden 175 rumänische und 251 sächsische Familien gezählt. 66 Jahre später (1857) setzt sich die Bevölkerung aus 55 % Rumänen und 45 % Sachsen zusammen. Die sächsische Bevölkerung nimmt durch verschiedene Ereignisse wie Seuchen, Kriege und vor allem durch die Deportation 1945 weiter ab. Heute leben noch 35 Sachsen in Marienburg. |
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Die sächsischen Gemeinschaftseinrichtungen sind bis heute intakt und werden teilweise auch noch genutzt: |
Bild: Udo Buhn, 2006 |
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Weitere Gemeinschaftsbauten sind zwei Mühlen, eine Fleischbank und eine Ortswaage. Es gab ein vielfältiges Gemeinschafts- und Vereinsleben: sechs Nachbarschaften, Bruder- und Schwesterschaft, Frauenverein, Männergesangverein, Burschenchor, Schülerkirchenchor, Blaskapelle, Bühnenverein, Friedhofsverschönerungsverein, Vorschussverein, Gustav-Adolf-Verein, Freiwillige Feuerwehr, Landwirtschaftlicher Ortsverein mit einem eigenen Informationsblatt „Marienburger Nachrichten“ (1927-1930) sowie zwei Dreschmaschinengesellschaften. |
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Die Marienburger Nachbarschaft in Deutschland
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Am 29. April 1979 kommen die Marienburger erstmals in Drabenderhöhe zusammen. Initiator ist Georg Janesch (Troll), der später zum ersten Nachbarvater gewählt wird. |
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Am 12. September 1981 finden die Gründung der Nachbarschaft und ein erstes Treffen in Drabenderhöhe statt, seither gibt es jedes zweite Jahr ein großes Marienburger Treffen mit Richttag: 1981 und 1984 Drabenderhöhe, 1986, 1988 und 1990 Dinkelsbühl, 1992 und 1994 Drabenderhöhe, 1996 Nürnberg, 1998 Drabenderhöhe, 2000, 2002, 2004, 2006 und 2008 Nürnberg. |
Bild: Udo Buhn, 2006 |
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Am 23. Februar 1983 wird das mit Hilfe des Diakonischen Werkes gestiftete und in die Marienburger Kirche eingebaute Läutewerk übergeben. Jedes Jahr wurden an alle Marienburger Weihnachts- und Osterpakete sowie Geldspenden geschickt. |
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Im September 1990 wird Harald Janesch Nachbarvater. 1992 wird die erste überarbeitete Adressenliste der Nachbarschaftsmitglieder versandt und seitdem nach Bedarf aktualisiert. |
Bild: Udo Buhn, 2006 |
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